Autokran bezeichnet einen selbstfahrenden Kran, dessen drehbarer Oberwagen mit Ausleger auf einem eigenen Fahrgestell sitzt. Er fährt auf öffentlichen Straßen zur Baustelle, wird dort abgestützt und setzt zum Beispiel ein Gartenmodul im Ganzen auf sein Fundament. Vom Autokran unterscheidet sich der Ladekran, der fest auf einem Lkw sitzt und dessen Ladung hebt. Beide brauchen tragfähigen Untergrund.

Was ist ein Autokran, und wie unterscheidet er sich vom Ladekran?
Ein Autokran ist ein selbstfahrender Kran mit drehbarem Oberwagen und Ausleger auf einem eigenen Fahrgestell. Er fährt auf öffentlichen Straßen zum Einsatzort, wird dort abgestützt und waagerecht ausgerichtet und hebt dann die Last. Die BG BAU behandelt ihn in einem eigenen Baustein (B 215 Autokrane).
Der Ladekran sitzt dagegen fest auf einem Lkw und hebt dessen Ladung ab; die Steuerstände liegen teils auf der Ladefläche (B 217 LKW-Ladekrane). Für den Modulbau heißt das: Das liefernde Fahrzeug kann ein Modul mit seinem Ladekran selbst setzen, wenn Gewicht und Ausladung passen. Sonst kommt ein Autokran.
| Merkmal | Autokran | Lkw-Ladekran |
|---|---|---|
| Aufbau | Drehbarer Oberwagen mit Ausleger auf eigenem Fahrgestell | Kran fest auf dem Lkw, Steuerstände teils auf der Ladefläche |
| Aufstellung | Auf tragfähigem Untergrund abgestützt und waagerecht ausgerichtet, mit lastverteilenden Unterlagen | Auf tragfähigem Untergrund abgestützt, mit lastverteilenden Unterlagen |
| Prüfung durch eine befähigte Person | nach Bedarf, mindestens einmal jährlich | nach Bedarf, mindestens einmal jährlich |
| Prüfung durch einen ermächtigten Sachverständigen | alle 4 Betriebsjahre, im 13. Betriebsjahr und danach jährlich | bei mehr als 300 kNm Lastmoment oder mehr als 15 m Auslegerlänge: alle 4 Betriebsjahre, im 13. Betriebsjahr und danach jährlich |
Quelle: BG BAU, Bausteine B 215 Autokrane und B 217 LKW-Ladekrane, Stand Juli 2021.
Worauf kommt es beim Aufstellen an?
Der Kran steht auf Stützen, deren kleine Fußfläche große Kräfte in den Boden leitet. Als Richtwerte für die zulässige Bodenpressung nennt Liebherr, ein Kranhersteller, rund 200 kN/m² für Sand, Kies und Steine, bis rund 300 kN/m² für feste, gemischtkörnige Böden und über 1.500 kN/m² für Fels. Lastverteilende Unterlagen vergrößern die Auflagefläche. Bei Zweifeln soll ein Sachverständiger den Boden untersuchen.
Abstand muss der Kran auch zu Baugruben und Gräben halten (DIN 4124) und zu elektrischen Freileitungen. Lässt sich der Sicherheitsabstand zur Leitung nicht einhalten, ist der Energieversorger zu fragen (B 215).
Was kostet ein Autokran?
Für 2026 nennt die Deutsche Handwerks Zeitung nach dem Preisreport von KranVergleich.de 500 bis 2.000 € je Tag. Für einen 30-Tonnen-Autokran im Hausbau sind es 500 bis 800 € je Tag einschließlich Kranführer, bei stundenweiser Miete 150 bis 200 € je Stunde, meist mit vier Stunden Mindestmiete. Es sind unverbindliche Marktpreise des ersten Quartals 2026, netto, ohne Transport und ohne Sondergenehmigungen.
Der Kran ist nicht immer der größte Posten: Verkehrssicherung auf öffentlichem Grund kann mehr kosten als der Kraneinsatz selbst.
Wie wird ein Modul mit dem Autokran gesetzt?
Vor dem Hub muss das Gewicht der Last bekannt sein, die Lastmomentbegrenzung dient nicht als Waage. Ein Einweiser führt, wenn der Kranführer die Last nicht sieht. Bei Wind, der die Last unsicher macht, wird der Kranbetrieb eingestellt (B 215). Den Weg von der Straße bis zum Fundament beschreibt der Ratgeber zum Modul-Transport.


