EPDM ist die Abkürzung für Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, ein Mischpolymerisat, aus dem Dach- und Dichtungsbahnen für Flachdächer hergestellt werden. Die Bahnen sind elastisch und bitumenverträglich, es gibt auch schweißbare Varianten. Herstellermeldungen nennen für fachgerecht verlegte Bahnen Nutzungsdauern von mehr als 50 bis über 70 Jahren. Entscheidend sind Planung, Gefälle und Ausführung.

Was ist EPDM, und wie wird es als Dachabdichtung eingesetzt?
EPDM ist ein Mischpolymerisat aus Ethylen, Propylen und einer Verbindung mit zwei Doppelbindungen, einem Dien. Der Werkstoff kann vulkanisiert werden. Daraus entstehen elastomere Dach- und Dichtungsbahnen, die mit Bitumen verträglich sind. Daneben gibt es nicht vulkanisierte, schweißbare Varianten (BauNetz Wissen).
Wie lange hält eine EPDM-Abdichtung?
Eine feste Zahl gibt es nicht. BauNetz Wissen hält fest, dass die bisherigen Normen nichts über die Dauerhaftigkeit aussagen. Sie hängt vom Produkt, der Systemwahl, der Ausführung und der Gesamtplanung ab.
Eine Prognose liefert das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ). Es hatte Produkten des Herstellers Carlisle zuvor deutlich mehr als 50 Jahre attestiert. In einer von der Herstellervereinigung VESP veranlassten, neu aufgelegten Studie nennt es für die Produkte Resitrix und Hertalan über 70 Jahre, bei fachgerechtem Einbau. Das ist eine Abschätzung, kein beobachteter Zeitraum, und die Meldung stammt vom Hersteller.
| Quelle | Aussage |
|---|---|
| Normen | keine Aussage zur Dauerhaftigkeit |
| SKZ-Studie zu Carlisle-Produkten, frühere Fassung | deutlich mehr als 50 Jahre |
| SKZ-Studie zu Carlisle-Produkten, neu aufgelegt (Meldung vom August 2025) | über 70 Jahre bei fachgerechtem Einbau |
Quelle: BauNetz Wissen, „Langzeittauglichkeit von Flachdächern“; baulinks.de, Meldung vom 20. August 2025.
Welches Gefälle braucht eine abgedichtete Dachfläche?
Nach der Flachdachrichtlinie des Dachdeckerhandwerks soll die Unterlage der Abdichtung mit mindestens 2 Prozent Gefälle geplant werden; die Abdichtungsnorm DIN 18531 nennt ebenfalls 2 Prozent. Gefällelose Flächen sind nur in begründeten Fällen zulässig. Auch bei bis etwa 5 Prozent Neigung können Pfützen entstehen, etwa durch Ebenheitstoleranzen oder die Durchbiegung des Tragwerks (BauNetz Wissen).


