Espe ist ein anderer Name für die Zitterpappel (Populus tremula), auch Aspe genannt. Ihr Holz ist hell, leicht und weich und schwindet kaum. Für die Sauna gilt es als heimische Alternative zu Abachi, weil es Wärme schlecht leitet und formstabil ist. Espe wird für Wand, Decke und Bank verwendet, naturbelassen oder thermisch behandelt.

Was ist Espe?
Espe, Aspe und Zitterpappel bezeichnen dieselbe Baumart, Populus tremula. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis Ostasien, in Europa kommt sie nahezu flächendeckend vor (Schmidt, LWF aktuell 2026). Die Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026. Sie ist eine schnell wachsende Pionierbaumart. Jahrzehntelang wurde sie vielerorts aus den Wäldern entnommen, auch wegen ihres geringen Holzpreises. Heute gilt sie als interessante Baumart der Zukunft.
Welche Eigenschaften hat Espenholz?
Das Holz ist hell, leicht und sehr weich und schwindet kaum. Die Tabelle nennt die Werte der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) im Vergleich mit der Fichte. Zwei Veröffentlichungen der LWF geben die Dichte unterschiedlich an, mit 0,43 und 0,49 g/cm³; die jüngere nennt keinen Feuchtebezug. Beide Werte zeigen ein leichtes Holz.
| Eigenschaft | Espe | Fichte zum Vergleich |
|---|---|---|
| Rohdichte in g/cm³ bei 12 bis 15 % Holzfeuchte | 0,49 (Grenzwerte 0,40 bis 0,60); 0,43 nach LWF aktuell 2026 | 0,47 |
| Schwindmaß tangential, frisch bis darrtrocken, in % | 8,5 | 7,8 |
| Quellmaß tangential in % je 1 % Holzfeuchte | 0,25 | 0,39 |
| Härte quer nach Brinell in N/mm² | 11 | 12 |
| Wärmeleitzahl in W/(m·K) | 0,090 (Pappel, nach Wimmer) | nicht angegeben |
Quelle: Großer, LWF Wissen 42, Tabellen 1 bis 3 (Werte nach DIN 68364 und DIN 68100); Schmidt, LWF aktuell 1/2026; Wimmer, Holzkurier 17/2011. Die Messbedingungen von Wimmers Wärmeleitzahl sind nicht angegeben.
Eignet sich Espe für die Sauna?
Rupert Wimmer (Universität Göttingen) nennt in einem Beitrag im Holzkurier von 2011 die Espe, auch Aspe oder Zitterpappel, eine gute heimische Alternative zu Abachi. Ihr Holz habe einen warm-hellen Farbton, eine gute Formbeständigkeit und eine geringe Wärmeleitfähigkeit; andere Pappelarten seien ähnlich. Für Pappel gibt er 0,090 W/(m·K) an, für Abachi 0,092. Abachi ist nach seinen Worten das am häufigsten verwendete Holz für die Saunaeinrichtung, kommt aber aus Afrika und hat einen langen Transportweg. Espe wächst dagegen in Europa.
Das Holz ist sehr weich. Die Brinell-Härte quer zur Faser liegt bei 11 N/mm², bei der Erle bei 16 bis 17. Rechnen Sie bei der Bank damit, dass weiches Holz Druckstellen annimmt.
Was ist Thermo-Espe?
Thermo-Espe ist Espe, die bei hoher Temperatur wärmebehandelt wurde. Im Handbuch der finnischen Thermoholz-Hersteller zählt Espe zu den Laubhölzern, die dort „harte Holzarten“ heißen. Sie werden mit 185 °C (Klasse Thermo-S) oder 200 °C (Klasse Thermo-D) behandelt, Kiefer und Fichte mit 190 und 212 °C. Ein finnischer Verarbeiter nannte die Ergebnisse mit Espe gut, die verfügbare Menge aber sehr begrenzt (Stand 2004). Wie sich die Behandlung auf Wärmeleitung, Harz und Festigkeit auswirkt, beschreibt der Eintrag zu Thermoholz.


